Zwischentraum
Romanfantasie
120 S., 12,5x19 brosch.
Euro 15,90
März 2009
ISBN 978-3-902665-07-2
Euro 15,90
März 2009
ISBN 978-3-902665-07-2
Neben der längst zum swingenden Standard gewordenene Frage „What ist this thing called love?“ gibt es noch eine zweite, die den Menschen ein Leben lang begleitet: Was geschieht danach? Ist mit dem körperlichen Ableben alles zu Ende? Oder führen Geist und Seele, vom Körper befreit, dann erst ein richtiges Eigenleben, ganz nach ihrem Geschmack? Eines, das früher oder später – nach einer Phase der Entspannung und Rehabilitation – auf ein Trainingslager hinausläuft, die Um- und Einschulung auf das nächste Leben?
Von Wiedergeburt kann in Reinhold Aumaiers „Zwischentraum“ jederzeit die Rede sein. Angedacht und in Erwägung gezogen, ist sie ein Ding der Möglichkeit. Dennoch: Nix Genaues weiß man nicht. Deshalb die spekulative, über den reinen Erfahrungsbereich hinaus denkende Form der „Romanfantasie“. Jeder kleinste Gedankensplitter und Geistesblitz wird zur Sprache gebracht und diskussionswürdig gemacht. Das Nach- bzw. Vorausdenken dreht sich, kopfförmig, im Kreis. So wie vermutlich die Seele abgeschliffen wird und auf ihren Kern zurückgeführt, um erneut besamt, gleichsam aufgegossen zu werden, so die Schreibweise im „Zwischen(t)raum“.
Leseprobe
Dass die Tauschware Geld und das Wechselbad Liebe und Hass seit einer größeren und einer kleineren Ewigkeit in erster Linie vereint die Welt und ihre Protagonisten antreiben, bestreite wer will. Hier, im einerseits völlig abgeschiedenen, andrerseits völlig offenen Raum, ist im kühlen Schatten so ziemlich alles sonnenklar. Alles erscheint, wo wie es ursprünglich ist, nämlich ins rechte Licht gerückt. Nichts entgeht dem entlarvenden Strahl. Jedes Schauspiel ist eines im direkten Sinn – fernab jeder Vorgaukelei. Das, was einmal war und bedrohlich einladend wirkt, ist ein einziges Sandburgenland. Liefert das Panoramabild vom ständigen Werden und Vergehen; den fruchtlos-zappeligen Versuchen von Dasein und Dortsein. Die dazugehörige Diagnose: verkehrt aufgefasste Welt. Sich abstrampeln für nichts … und wieder nichts. Die Erlösung, zumindest vorübergehend: der Zwischen(t)raum.
Von Wiedergeburt kann in Reinhold Aumaiers „Zwischentraum“ jederzeit die Rede sein. Angedacht und in Erwägung gezogen, ist sie ein Ding der Möglichkeit. Dennoch: Nix Genaues weiß man nicht. Deshalb die spekulative, über den reinen Erfahrungsbereich hinaus denkende Form der „Romanfantasie“. Jeder kleinste Gedankensplitter und Geistesblitz wird zur Sprache gebracht und diskussionswürdig gemacht. Das Nach- bzw. Vorausdenken dreht sich, kopfförmig, im Kreis. So wie vermutlich die Seele abgeschliffen wird und auf ihren Kern zurückgeführt, um erneut besamt, gleichsam aufgegossen zu werden, so die Schreibweise im „Zwischen(t)raum“.
Leseprobe
Dass die Tauschware Geld und das Wechselbad Liebe und Hass seit einer größeren und einer kleineren Ewigkeit in erster Linie vereint die Welt und ihre Protagonisten antreiben, bestreite wer will. Hier, im einerseits völlig abgeschiedenen, andrerseits völlig offenen Raum, ist im kühlen Schatten so ziemlich alles sonnenklar. Alles erscheint, wo wie es ursprünglich ist, nämlich ins rechte Licht gerückt. Nichts entgeht dem entlarvenden Strahl. Jedes Schauspiel ist eines im direkten Sinn – fernab jeder Vorgaukelei. Das, was einmal war und bedrohlich einladend wirkt, ist ein einziges Sandburgenland. Liefert das Panoramabild vom ständigen Werden und Vergehen; den fruchtlos-zappeligen Versuchen von Dasein und Dortsein. Die dazugehörige Diagnose: verkehrt aufgefasste Welt. Sich abstrampeln für nichts … und wieder nichts. Die Erlösung, zumindest vorübergehend: der Zwischen(t)raum.
---------------
mehr zu Reinhold Aumaier
