Übersetzen Überschreiben Einverleiben
Verlaufsformen poetischer Rede
352 S., 13,5x21. brosch.
Euro 24,90
September 2009
ISBN 978-3-902665-12-6
Theresia Prammers komparatistisch angelegte Studie widmet sich prinzipiellen Fragestellungen gegenwärtigen Poesie-Übersetzungsschaffens: „Dichter-Originale“, die „Original-Dichtungen“ übersetzen, „Übersetzer-Originale“, die kanonischen Dichtungen ikonoklastisch begegnen: Übersetzung als Diversifizierung, variierende Wiederaufnahme oder radikale Aneignung, umwälzende Neulektüre und Vervielfältigung der Vorlage? Wer übersetzt wen? und aus welcher Sprache? wer spricht? und wer spricht nicht in einer Sprache der Übersetzung?
„Original und Übersetzung bilden nicht mehr klar voneinander scheidbare, in ihrer fremdgeleiteten Anlage gleichermaßen streitbare Größen. Poetik des Dichters und Poetik des Übersetzers, in Hinblick auf die vorgegebenen Regeln, Normen, Bauformen und Spielräume, durchdringen und ergänzen einander, die Begriffe Transkription und Kontamination erfahren eine zunehmend positive Konnotierung. Gedichte, ausgelöst durch andere Gedichte: Gedichte als Auslöser der Übersetzungskunst. Wenn das Gedicht sich einen Reim macht auf ein vorangegangenes Gedicht, wenn eine Form sich darbietet, um ausgefüllt zu werden und der Dichter-Übersetzer, an dieser Form mitwirkend, sich seinerseits formt, dann sind die Voraussetzungen für jene Texte gegeben, denen, in sehr unterschiedlichen Gewichtungen und Wertschätzungen, das Interesse dieser Studie gilt: Radikalübersetzungen, Adaptationen, Intonationen, Imitationen, Umdichtungen, Travestien, poetische Grenzüberschreitungen, Einschreibungen und Einverleibungen entlang zu verzeichnender Fluchtlinien.“ (Th. P., Einleitung)
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